Flash! – Mob? + Nachtrag
Erstellt am Montag 17. August 2009
Am 10. August veröffentlichten wir ein Artikel über die Internetseite www.17august.info. Darin lobten wir die Idee einen neuen, kreativen Weg in Form eines Flashmobs aufzugreifen, kritisierten aber gleichzeitig die Umsetzung. Genauer gesagt sprachen wir uns dafür aus, die veröffentlichten Orte nicht allzu ernst zu nehmen:
Bedenklich halten wir allerdings den genauen Ort des geplanten Flashmobs preiszugeben, da sich einige Herren darüber freuen dürften, die sonst wenig bei solchen Aktionen zu lachen haben.
Da man aber bei kreativen Aktionen auch kreativ handeln kann, schließen wir spontane Änderungen nicht aus und freuen uns selbstverständlich über viele, natürlich stets legale Aktionen an diesem bedeutsamen Tag.
Auch der Nachtrag vom Aktionsbüro Norddeutschland erklärt genauer, wieso man gerade nicht an diesem Ort erscheinen sollte, da es sich letztlich um nichts anderes als eine unangemeldete Versammlung handelt, die öffentlich beworben wird.
Offensichtlich nimmt man aber Offensichtliches bei der Südwest Presse nicht so ganz wahr. Hans-Uli Mayer, der schon im Vorfeld des 1. Mai bewies, dass er kein Großer seiner Zunft ist, schreibt unter der Überschrift “Nazis wollen schon wieder auftreten(…)” über die angeblichen Pläne der AG-Schwaben.
Von einem Aufruf ist die Rede, “Geschichtsklittung” und nicht zuletzt, der Mobilisierung der Antifa. Die verbreitet mit Scheuklappen Flyer über das Internet und lässt sich schön einspannen, ohne überhaupt zu reflektieren. Schließlich muss man sich nach der Schlappe am 1. Mai und den Jahren zuvor wichtig machen. Nur doof, dass man seine Informationen von den Schmierfinken der Lokalpresse hat. Da bietet www.ag-schwaben.net doch weitaus bessere Informationsmöglichkeiten, auch wenn wir euch ab und an aus taktischen Gründen ins leere Laufen lassen. Wem es vielleicht aufgefallen ist, der hat gemerkt das auf der Sonderseite www.17august.info jeder die Möglichkeit hat einen Ort einzutragen, auch Antifaschisten oder sonstige Personen und wir selbst nur die Aktionsform beworben haben, aber nicht die angeblich stattfindende Veranstaltung vor dem Münsterplatz, man sollte also nicht alles der Presse glauben.
Während ihr also genau jetzt vor dem Ulmer Münster steht und euch die Beine in den Bauch wartet, machen die “unorganisierten Nationalsozialisten” ganz andere Dinge. Oder um es mit den Worten von Moderator Jörg Draeger zu sagen “Zonk!”
Trotz aller Schadenfreude geht es an diesem Tag um ein ganz anderes Thema, welches wir mit den letzten Worten jenes Mannes würdigen, die weder Hans-Uli Mayer, noch wir hätten besser ausdrücken können. Auch wenn er nichts mit Ulm zu tun hat:
“Stünde ich wieder am Anfang, würde ich wieder handeln wie ich handelte, auch wenn ich wüsste, dass am Ende ein Scheiterhaufen für meinen Flammentod brennt. Gleichgültig was Menschen tun, dereinst stehe ich vor dem Richterstuhl des Ewigen. Ihm werde ich mich verantworten, und ich weiß, er spricht mich frei.”
Nachtrag: Erlebnisbericht einer Aktivistin aus Schwaben
Am 17. August machte ich mich zusammen mit einer Freundin auf den Weg in die Ulmer Innenstadt, um einige Besorgungen zu erledigen und natürlich um uns das “Spektakel” am Münsterplatz anzuschauen, um einschätzen zu können, in welchem Grade sich die lokale Antifa diesmal blamierte. Wir kamen um 15.45 Uhr in Ulm an. Gegen 16.15 Uhr fielen uns dann die ersten “Schweine” (Bild) auf, die wohl zur Belustigung des Volkes weitere zwei Stunden gerne verweilten. Da wir noch einige Sachen zu kaufen hatten, beschlossen wir, uns das weitere Treiben zu späterer Stunde noch einmal anzusehen. Gegen 17.00 fielen uns dann einige antifaschistische Pilgerer auf, welche allesamt zum Münsterplatz strömten. Vor Ort waren auch “Ulm gegen Rechts”, “Die Grünen” und Stasispitzel der SED-Nachfolgepartei “Die “Linke”. Doch nicht lange dauerte es, als bereits die Staatsgewalt einschreiten “musste” und (obwohl wir uns in einer Seitenstraßebefanden) uns allesamt Platzverweise erteilte, Fotos von uns machte und die Ausweise kontrollierte. Erst jetzt fiel uns das enorme Polizeiaufgebot auf, in Form von Zivilpolizei und Bereitschaft. Aufgrund des Platzverweises mussten wir den Rückweg zum Bahnhof antreten, wohin uns die Polizei noch einige Meter folgte. Der Bahnhof war an diesem Tage in besonderem Maße voll mit asozialem Geschmeiß, mussten diese Subjekte doch auch ihre Visagen gegen rechts präsentieren. Insgesamt kann man von maximal 50 Gegendemonstranten sprechen, der Rest waren Schaulustige. Abgesehen von Pöbeleinen seitens eines betrunkenen Antifaschisten verlief der Tag ziemlich ruhig und auch sehr amüsant. Hat man doch selten so ein Aufgebot in Ulm gesehen…für Nichts!
In diesem Sinne: Ihr wart spitze !
Nachtrag #2:
Die Gegendemonstranten feiern sich natürlich trotzdem: szon.cdev.eu/files/_upload/4b63e69c4a80498906557213b6c1f10a.flv
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Montag 17. August 2009 um 18:52
Der vollständige Originaltext lautet:
“Ich bin glücklich zu wissen,
daß ich viele Jahre meines Lebens
unter dem größten Sohn,
den unser Volk in seiner tausendjährigen Geschichte
hervorgebracht hat, wirken durfte.
Ich bin stolz meine Pflicht getan zu haben
als Deutscher, als Nationalsozialist,
als Gefolgsmann meines Führers.
Stünde ich wieder am Anfang,
so würde ich handeln wie ich handelte,
selbst wenn ich wüsste,
daß am Ende ein Scheiterhaufen
für meinen Flammentod brennt.
Gleichgültig was Menschen tun,
dereinst stehe ich vor dem Richterstuhl des Ewigen.
Ihm und nur ihm werde ich mich verantworten.
Und ich weiß: Er sprich mich frei.”
Rudolf Heß
Montag 17. August 2009 um 19:07
Einfach schön….ich wäre gerne da gewesen und hätte die Deppen beobachtet, wie sie sich im Regen erkälten.